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Fragen und Probleme zur Atomenergie

Im Kreis Herzogtum Lauenburg befindet sich das Atomkraftwerk Krümmel. Gerade deshalb sind die Menschen hier im Kreis mit Fragen der Atomenergie besonders befasst.

Zu den Links:

  • Die Atomlobby versucht seit Jahren, die Atomenergie als umweltfreundlich und wirtschaftlich zu verkaufen. Eine Antwort darauf geben wir auf der Seite
    Die sieben Lügen der Atomlobby
  • Die Historie des AKW Krümmel kann an vielen Orten im Web nachgeschlagen werden. Unsere Berichte und Kommentare zu den Störfällen 2009 haben wir zusammengefasst auf der Seite
    Das Krümmel-Drama 2009
  • Berichte und Kommentare zu den Störfällen 2007 haben wir zusammengefasst auf der Seite
    Das Krümmel-Drama 2007

Meldungen:

  • 27. April 2010
    Prozess zur Sicherheit des AKW Krümmel

    Die Atomaufsicht in Schleswig-Holstein verweigert dem Oberverwaltungsgericht in Schleswig Unterlagen zur Sicherheit des AKW Krümmel. Das Argument: Das Staatswohl steht über der Wahrheitsfindung.
    Das OVG verhandelt über eine Klage des ehemaligen grünen Abgeordneten im Niedersächsischen Landtag, Andreas Meihsies, auf Widerruf der Betriebserlaubnis für Krümmel. Er bezweifelt, dass der Meiler den - zufälligen oder gezielten - Absturz eines Flugzeugs unbeschadet überstehen könne. Im Sommer vorigen Jahres forderte deshalb das OVG die Atomaufsicht auf, eine Reihe von Unterlagen über die Sicherheitsvorkehrungen vorzulegen. Von wenigen Ausnahmen - wie ohnehin öffentlich zugänglichen EU-Verordnungen - abgesehen, wird dies nun ein Dreivierteljahr später verweigert.
    Siehe dazu auch unsere Pressemeldung
  • 24. April 2010
    Kommentar zur Menschenkette von Marc Ziegelitz, unserem Orginasator:

    WOW!
    Liebe Freundinnen und Freunde,
    wir alle haben Geschichte geschrieben! Noch vor wenige Tagen konnte ich mir diese Dimension nicht vorstellen.Für die Streckenposten 1110 - 1112 kann ich melden, dass die Kette Hand in Hand geschlossen war, dies soweit ich weiß auch bis weit nach Bergedorf hinein. Diese drei Kilometer abzuradeln, die Freude und Gelassenheit auf der Straße mitzuerleben war eine gigantisch! Es kommt selten vor, dass ein Bericht von "ZDF Heute" mir Gänsehaut beschert, gestern war es soweit.Die Zusammenarbeit mit der Polizei vor Ort hat in Börnsen wunderbar funktioniert, wir hatten uns vorher länger telefonisch ausgetauscht und standen auch während der Kette in Kontakt. Nach 15 Uhr wurden die Straßen zügig geräumt, evtl. zerbrochene Flaschen wurden sorgfältig aufgesammelt und auch im Übrigen eine saubere Fläche hinterlassen. Außer einem Unfall, bei dem ein Radler eine Fußgängerin umgefahren hat und wir einen Krankenwagen gerufen haben, gab es in diesen Bereichen keine Auffälligkeiten.
    Einen besonders großen Dank möchte ich hiermit - stellvertretend für alle, die mit Euch zusammengearbeitet haben - an Dirk, Kathrin und Thomas im Hamburger Büro aussprechen. Was ihr in den letzten Monaten, Wochen und erst recht Tagen geleistet habt, war phänomenal. Für jede Frage und jede Anregung hattet ihr ein offenes Ohr, egal zu welcher Zeit und an welchem Tag. Ausschnitte Eurer Arbeit habe ich ja bei meinen Besuchen in Eurem Büro oder auf den überregionalen Konferenzen mitbekommen. Besonders beeindruckend fand ich, dass ihr bei all dem Stress, bei allen Zweifeln und bei all der Verantwortung immer ein Lächeln im Gesicht hattet. Ein Lächeln, dass ich gestern in tausendfacher Form auf der Straße wiedererkannt habe! DANKE!

  • 26. April 2008
    Aktion „Vernebelung des AKW Krümmel" – Atomkraftwerke nicht sicher vor Terrorangriffen - Vernebelung ist nur Verschleierung der Gefahr

    Dazu sagte die damalige Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Marlies Fritzen:
    Wir erinnern mit dieser Aktion an die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl vor 22 Jahren. Gleichzeitig wollen wir auf den unzureichenden Schutz aller deutschen Atomkraftwerke vor Terrorangriffen aus der Luft aufmerksam machen.
    Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington besteht die Gewissheit, dass auch gezielt herbeigeführte Abstürze von Verkehrsflugzeugen auf Atomkraftwerke nicht mehr auszuschließen sind.
    Die ehemalige rot-grüne Bundesregierung hat vor diesem Gefährdungshintergrund die Verwundbarkeit von Atomkraftwerken untersuchen lassen. Dabei wurde deutlich, dass vor allem die älteren Atomkraftwerke lediglich gegen den Absturz von kleineren Flugzeugen gesichert sind und der gezielte Absturz von Verkehrsflugzeugen katastrophale Folgen auslösen kann.
    Die AKW-Betreiber RWE, EnBW, EON und Vattenfall entwickelten daraufhin Pläne zur künstlichen Vernebelung der AKW. Die deutschen AKW-Betreiber haben sich mit den Genehmigungsbehörden auf ein so genanntes Vernebelungskonzept geeinigt, in der Hoffnung, das diese "Tarnung" solange anhält, bis militärische Abfangjäger eintreffen, bzw. die Flugzeuge neben dem eigentlichen Reaktor abstürzen. Danach sollen im Falle eines Terrorangriffs aus der Luft (z. B. durch entführte Passagiermaschinen) Nebelgranaten rund um das AKW abgefeuert werden. Dieser Nebel soll das AKW " unsichtbar" machen.
    Hier wird die Bevölkerung in unverantwortlicher Weise getäuscht. Denn ein Instrumentenanflug ohne Sicht kann dadurch nicht verhindert werden, da die notwendige Beeinflussung aller Navigationssysteme technisch nicht gewährleistet werden kann. Darüber hinaus ist der Abstand zwischen regulären Flugrouten bzw. Flughäfen in einigen Fällen so klein, dass die Reaktionszeit sowohl für die vollständige Vernebelung als auch für die für die Aktivierung von Störsendern für eine wirksame Abwehr nicht ausreichen würde.
    Ein Terrorangriff auf ein Atomkraftwerk hätte, sollte er gelingen, katastrophale Auswirkungen in der Umgebung. Viele Menschen würden sterben oder lebensgefährlich erkranken, weite Landstriche und Städte wären Jahrhunderte lang unbewohnbar. All das haben die Menschen nach der Katastrophe von Tschernobyl vor 26 Jahren leidvoll erfahren müssen.
    Es gibt nur einen wirksamen Schutz vor Terrorangriffen und der heißt: Atomkraftwerke abschalten!