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Pressemeldung 17. Dezember 2009

Gemeindevertretung Börnsen stimmt für Resolution zur Stilllegung von Krümmel

Börnsen. Auf ihrer letzten Sitzung im Jahr am 16. Dezember stimmte die Gemeindevertretung Börnsen dem Antrag der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen zu, den Betreiber des Atomkraftwerks Krümmel, den Energiekonzern Vattenfall Europe AG aufzufordern, die Wiederaufnahme des Betriebs des Atomkraftwerks Krümmel nicht weiterzuverfolgen und den Reaktor endgültig stillzulegen. Der Bürgermeister der Gemeinde Börnsen Walter Heisch wird dem Betreiber und der Landesregierung diesen Beschluss in einer Resolution schriftlich mitteilen.

Mit dieser Aufforderung schließt sich die Gemeinde Börnsen der Stadt und dem Landkreis Lüneburg sowie einigen Gemeinden der Elbmarsch in Niedersachsen an, die schon vor einigen Wochen Beschlüsse mit einem Appell zur endgültigen Stilllegung von Krümmel gefasst hatten.

Pressesprecher Klaus Tormählen, begründet die Initiative der Grünen: „Nach unserem Dafürhalten sind die Gemeinden gefordert, den Befürchtungen in der Bevölkerung gegenüber einer Wiederaufnahme des Betriebs in Krümmel Rechnung tragen. Verbreitet bestehen Ängste vor einem erneuten Störfall und der damit einhergehenden Gefahr für die Gesundheit. Zusätzlich haben sich Verunsicherung und ein Vertrauensverlust gegenüber der Atomkraft eingestellt. Die Technik des Atomkraftwerks Krümmel wird als veraltetet und nicht mehr sicher eingestuft." Es bestehe zwar bei gegenwärtiger Rechtslage keine Möglichkeit, den Weiterbetrieb des Kraftwerks zu untersagen. Die Grünen wollten aber den parlamentarischen Vertretern diesen Appell mit auf den Weg geben.

Nach Ansicht der Grünen gebe es keine Notwendigkeit für den Weiterbetrieb von Krümmel. Weder sei ein Bedarf an einer zusätzlichen Stromproduktion vorhanden noch sei Atomstrom besonders klimafreundlich, wie vielfach fälschlich behauptet werde. Die Grünen betonen, dass die Arbeitsplätze im AKW durch einen Wechsel zur „Jobmaschine Regenerative Energien" gesichert werden könnten.