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BLATT GRÜN – Rundbrief Ausgabe 3, März 2008

Liebe Börnsener Bürgerinnen und Bürger!

Die Kommunalwahl zur Neubesetzung von Stadträten, Gemeindevertretern und Kreistag rückt immer näher. Am 25. Mai 2008 tritt auch erstmals der Ortsverband Börnsen von Bündnis 90/Die Grünen mit einer kompletten Mannschaft zur Wahl an. Namen und Listenplätze finden Sie in diesem Flyer. Eine detaillierte Vorstellung der Kandidaten folgt später.

Wir wollen neue Ideen und kritische Fragen ins Rathaus bringen.

In diesem Rundbrief stellen wir unser Programm in Kurzform vor. Die ausführliche Version finden Sie im Internet. Auf Anfrage können Sie das Programm auch gedruckt von uns erhalten (Adressen siehe Rückseite).

Ihr Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen


Programm zur Kommunalwahl (Kurzfassung)

Wohnen in Börnsen 

Börnsen hat eine hervorragende Wohnqualität. Diese wollen wir erhalten. Die bauliche Entwicklung in der Ortsmitte oder Baulückenschließung sind ein akzeptabler Weg. Der Ausweisung weiterer Äcker für die Bebauung werden wir nicht zustimmen.

Landschaftsschutz

Damit das Bauen auf dem Acker und das Zersiedeln der Landschaft nicht weiter vorangetrieben werden können, wollen wir für die restlichen Börnsener Felder den Status „Landschaftsschutz“ erwirken. Die Bewirtschaftung ist damit nicht eingeschränkt.

Naturschutz

Die für bauliche Eingriffe eingerichteten Ausgleichsflächen sowie die mit Auflagen der Grünordnung verbundenen Landschaftsteile dürfen nicht durch illegale Nutzung beeinträchtigt werden. Ein wichtiger Aspekt des Naturschutzes ist für uns der Biotopverbund. Die Börnsen umgebenden Wälder bilden ein einmaliges grünes Band, das durch unbebaute Verbindungsachsen in seiner Wertigkeit erhalten werden muss. Für uns wichtige Punkte sind Knick- und Baumschutz außerhalb privater Gärten.

Gewerbe

Börnsen benötigt einen verträglichen Umgang mit der Ansiedlung von Gewerbetrieben. Vorhandene Unternehmen müssen im Ort gehalten werden. Neue Firmen sollten nur dann nach Börnsen kommen, wenn sich ihre Gebäude und Dimension in das Ortsbild einpassen. Wichtig ist für uns der Erhalt der gewachsenen Einzelhandelsgeschäfte an der Lauenburger Landstraße. Wir werden uns für die Landwirte einsetzen und darüber hinaus anregen, durch Direktvermarktung den Einkauf frischer Produkte aus dem Ort und der Region zu ermöglichen.

Schule und Kindertagesstätte 

Nach dem Motto „Kurze Beine – kurze Wege“ gibt es keine Alternative zum Grundschulstandort Börnsen. Eine Gefahr sehen wir darin, dass bei der Errichtung weiterer Neubaugebiete in Börnsen die Schule aus den Nähten platzt. Ähnliches gilt für die Kita. Bei beiden Einrichtungen wollen wir uns auf jeden Fall dafür einsetzen, dass Betreuungs- bzw. Lehrpersonal in ausreichender Zahl vorhanden ist.

Jugendliche, Soziales, Senioren 

Bei der rasanten Zunahme der Bevölkerung könnte sich die Notwendigkeit von weiteren Angeboten für Jugendliche ergeben. Für sozial benachteiligte Kinder müssen die Beteiligung am Schulessen und eine Grundausstattung an Schulequipment sichergestellt sein. Für pflegebedürftige Senioren gibt es keine Unterbringungsmöglichkeit im Ort. Wir erachten es für wichtig, dass Menschen, die lange in Börnsen gelebt haben, dort auch im Pflegefall ihren Lebensabend verbringen können. Deshalb werden wir versuchen, die Errichtung von Pflegeplätzen im Ort voranzubringen.

Bürgerzentrum

Börnsen besitzt keinen Treffpunkt, an dem Bürger aller Generationen ohne Voranmeldung zusammenkommen, Informationen tauschen, Gemeinschaftsräume nutzen, sowie Speisen und Getränke zu sich nehmen können. Wir stellen uns vor, das jetzige Bauhofsgelände im Zentrum als Begegnungsstätte umzuwandeln. Die Finanzierung ist durch überregionale Fördermittel anzustreben.

Gemeindestraßen und Radwege 

Gemeindestraßen und Radwege sind teilweise in einem schlechten Zustand. Wir betrachten die Instandhaltung dieser Wege als vorrangig gegenüber einem Neubau. Die Finanzierung muss über die von der Gemeinde eingenommenen und genau dafür vorgesehenen Grundsteuern erfolgen. Wir werden uns für den Ausbau eines Radweges nach Aumühle durch den Sachsenwald einsetzen.

Verkehr und ÖPNV 

Die Erreichbarkeit der Metropole mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist nur für Börnsen-Unten gut gelöst. Neu-Börnsen und zum Teil auch die Mitte sind vorwiegend auf das Auto angewiesen (was nach unserer Ansicht in der Zukunft große Probleme nach sich ziehen wird). Auch können Schulkinder ab der 5. Klasse aus Börnsen-Mitte und Neu-Börnsen nur erschwert ihre Schulen erreichen. Wir werden immer wieder auf verbesserte Möglichkeiten beim öffentlichen Nahverkehr für diese Berei-
che drängen. Die Börnsener Straße darf nicht Transitstrecke für den überregionalen LKW-Verkehr werden.

Energieversorgung

Börnsen hat einen lokalen Energieversorger. Der Gas- und Wärmedienst (GWB) ist aber nicht nur ein Lieferant von Wärme, Gas und Strom. Der GWB legt sein Augenmerk auch auf ökologische Ge-sichtspunkte. Der bedeutendste Ansatz ist die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme in Blockheizkraftwerken. Wir unterstützen diese Be-strebungen. Geeignete öffentliche Gebäude sollen mit Solaranlagen ausgestattet werden. Wir werden überregionale Wege der regenerativen Stromer-zeugung begleiten und unterstützen.

Atomkraftwerk Krümmel 

Das Atomkraftwerk Krümmel ist ein Gefahrenpotential für die ganze Region, Börnsen eingenommen. Dies ist seit dem Trafobrand im letzten Sommer kein Horrorszenario, sondern Realität. Eine aktuelle Studie weist im Umkreis bis zu 50 km ein erhöhtes Leukämie-Risiko aus. Das AKW darf nicht wieder ans Netz.

Kultur, Sport, Verbände 

Die Nähe von Börnsen zur Großstadt Hamburg ermöglicht den Bürgern die Wahrnehmung eines vielfältigen Kulturangebots. Darüber hinaus werden in Börnsen selbst regelmäßig Kulturangebote gemacht. Im Rahmen der Möglichkeiten, die eine Gemeinde wie Börnsen zulässt, werden wir diese unterstützen. Seit Jahren besitzt Börnsen ein buntes Sortiment an erfolgreichen Sportvereinen. Vielfalt und Qualität der Sportszene sollen erhalten und nach Möglichkeit auch gefördert werden. Unterstüt-zen wollen wir auch die Arbeit anderer für die Allgemeinheit tätiger Verbände wie Kirche, DRK, AWO, Bürgerverein und Feuerwehr.

Finanzen

Die Gemeinde hat ein Defizit von gut 1,5 Millionen Euro. Wir werden unser Augenmerk auf die Behebung des Fehlbetrags richten. Die erfolgte Erhöhung des Hebesteuersatzes für Gewerbe ist ein erster richtiger Schritt.