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Pressemeldung vom 18. Juli 2011

Matschweg im Sachsenwald: Instandsetzung kommt im Herbst

Börnsen. In einem Schreiben an die Bürgermeister der Gemeinden Börnsen, Aumühle und Wohltorf hat der Kreis mitgeteilt, dass die Sanierung des Waldweges zwischen Börnsen und Wohltorf im kommenden Herbst erfolgen soll. Der Weg ist seit ca. 20 Jahren so zerfurcht, dass er in einem unbenutzbaren Zustand ist. Mit über 700 Unterschriften hatten Mitglieder des Bund für Umwelt und Naturschutz Wohltorf und Bündnis 90/Die Grünen vor zwei Jahren dokumentiert, dass ein nachhaltiger Wunsch in der Bevölkerung nach Instandsetzung des Weges besteht. Mit mehrfachen Eingaben an den Kreis und die Anliegergemeinden wiesen sie auf die Bedeutung für Naherholung und Fahrrad-Tourismus in Südkreis hin.

Der Kreis hatte daraufhin die Ertüchtigung des in seinem Eigentum befindlichen Weges als Wander- und Radweg zugesagt und angeboten, ihn an die Anliegergemeinden zu verschenken. Die Bürgermeister verzichteten jedoch, weil sie Folgekosten befürchten. Die Absage veranlasste den Kreis, Verhandlungen mit dem Fürsten von Bismarck, durch dessen Waldbesitz der Weg läuft, aufzunehmen. Diese sind jetzt gescheitert. Nunmehr verbleibt der Weg im Besitz des Kreises.

In diesem Zusammenhang will der Kreis auch die notwendigen Maßnahmen zur Verkehrssicherung übernehmen. Schon im Winter hatten die zuständigen Forstbetriebe eine grobe Vorzeichnung durchgeführt. Nach Aussagen der Kreisforsten werden die derzeit durch blaue Punkte gekennzeichneten Bäume nicht in Gänze gefällt. Der Forstdirektor, der sich persönlich vor Ort informiert hat, hat das Entfernen ausschließlich bruchgefährdeter Äste und umsturzverdächtiger Bäume in Aussicht gestellt.

Herwig Kuhlmann aus Wohltorf und Klaus Tormählen aus Börnsen, die maßgeblich an den Vorarbeiten zur Instandsetzung des Weges mitgewirkt haben, freuen sich, dass die Arbeiten jetzt bald beginnen: „Die Zusage aus Ratzeburg ist ein vorläufiger Schlusspunkt in der Auseinandersetzung um den Mühlenweg. Die Bürgermeister haben die einmalige Chance vertan, ihre Gemeinden in den Besitz eines historischen Geländes zu bringen. Im Jahre 1871 war der Weg bei der Schenkung des Sachsenwaldes durch den Preußischen Königs an den Fürsten von Bismarck ausgenommen worden, um den Börnsener, Kröppelshagener und Escheburger Bauern das Zugangsrecht zur Mühle an der Schwarzen Au zu sichern. Jetzt ist der Weg eine wichtige Verbindung zwischen Südkreis und den Sachsenwaldgemeinden für Spaziergänger und Radfahrer, weil die Benutzung der Straßen für diese lebensgefährlich ist. Hinzu kommt die erfolgte Festschreibung der Lohe als Naherholungsgebiet. Der Waldweg erleichtert Besuchern aus dem Südkreis den Zugang zur Lohe mit ihrem einmaligen Flair.“