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Pressemeldung 30. September 2007

Ortsdurchfahrt Börnsen: Grüne setzen sich für Lärmschutz ein

Börnsen.
Mit der Herabstufung der Börnsener Straße von einer Kreisstraße zur Gemeindestraße hatten Politiker und Anlieger in Börnsen die Hoffnung verbunden, dass die permanente Lärmbelästigung durch den Autoverkehr sich verringern würde. Das Gegenteil ist der Fall. Durch die wochenlangen Straßensperrungen in Escheburg und Bergedorf sind der KFZ-Verkehr und damit der Lärmpegel insbesondere durch LKW auffällig angestiegen. Auch nach der inzwischen erfolgten Aufhebung der Sperrung in Escheburg hat sich zumindest der LKW-Verkehr zur Schlafenszeit kaum vermindert. Trotz der neu errichteten verengten Kreisel in Neu-Börnsen ist die Ortsdurchfahrt der ideale Schleichweg zur Autobahn.

Der Ortsverband Börnsen/Escheburg von Bündnis 90/Die Grünen macht sich jetzt für ein Nachtfahrverbot für LKW während der Fortdauer der Bauarbeiten in Bergedorf stark. In einem Schreiben an den Bürgermeister fordern die Grünen die Gemeinde Börnsen auf, bei der zuständigen Kreisbehörde einen entsprechenden Antrag zu stellen. Manfred Ziegelitz, Vorsitzender der Grünen in Börnsen, sagt dazu: „Aktuell ist wegen des Verkehrsaufkommens, insbesondere durch die LKW-Fahrten in der Nacht, die Belästigung der Anwohner an die Grenze des Unerträglichen gestiegen. Nach Auskunft durch die Verkehrsaufsicht in Lanken kann bei einer durch eine Straßensperrung an einer anderen Stelle verursachten übermäßigen Lärmbelästigung ohne weitere Formalitäten ein Nachtfahrverbot für LKW ausgesprochen werden."

Klaus Tormählen, in Börnsen wohnender Kreistagsabgeordneter der Grünen, berichtet: „Die Grünen bitten die Gemeinde darüber hinaus zu prüfen, ob für die Börnsener Straße ein generelles Nachtfahrverbot für LKW sinnvoll und machbar ist. Dazu muss nach Auskunft durch die zuständige Kreisbehörde ein Gutachten in Auftrag gegeben werden, das den Lärmpegel feststellt. Es kann nicht sein, dass an einer Gemeindestraße wohnende Bürger nächtlich permanent im Schlaf gestört werden."

Die Börnsener Grünen geben außerdem zu bedenken, dass alle anfallenden Reparaturarbeiten in Zukunft von der Gemeinde getragen werden müssen. Bekanntlich werden aber Straßenschäden zu mehr als 80 Prozent von schweren LKW verursacht. Deshalb sollte die Gemeinde auch prüfen, ob nicht ein generelles Fahrverbot für den Schwerverkehr für die Börnsener Straße auszusprechen wäre. Klaus Tormählen: „Die Gemeinde müsste für Schäden aufkommen, für die sie gar nicht verantwortlich ist."