Menü

Pressemeldungen vom 30. Juni 2011

Endgültiges Aus von Krümmel:
Grüne sehen Weiterentwicklung des Industriestandorts Geesthacht positiv

Geesthacht. Zum Abstimmung über das Energiepaket im Bundestag sagt Annedore Granz, Fraktionsvorsitzende der Kreistagsfraktion aus Geesthacht: „Ich bin sehr erleichtert, dass Krümmel nicht wieder ans Netz geht. Die komplette Rücknahme der Laufzeitverlängerung ist ein historischer Etappensieg der Anti-AKW-Bewegung. Gerade in diese Zeit der Umorientierung fallen Meldungen, dass Geesthacht sich zu einem aufstrebenden Wirtschaftsstand mausert. Deshalb können wir die Schwarzmalerei um die Arbeitsplätze nicht teilen. Ein großer Teil des Mitarbeiterstabs wird noch einige Jahre für den Rückbau benötigt. Andererseits tut sich Einiges bei der Neuansiedlung von Wirtschaftsbetrieben, die nicht nur direkt Mitarbeiter einstellen, sondern auch dem Handwerk in der Region neue Aufträge verschaffen werden.“

Zur Situation und der Zukunft des Krümmeler AKW-Geländes sagt Petra Bolte von der Geesthachter Ratsfraktion der Grünen: „Die jetzt mehrfach erhobene Forderung, auf dem Gelände des AKW Krümmel ein Gaskraftwerk zu errichten, haben wir im Rat der Stadt Geesthacht ebenso wie die Investition in ein Laufwasserkraftwerk in den letzten Jahren mehrfach gestellt. Dass Vattenfall statt der Unterstützung eines Laufwasserkraftwerks lieber Fehlinvestitionen in das nicht zu rettende AKW Krümmel getätigt hat, ist allein Vattenfalls unternehmerisches Risiko. Wir begrüßen das wirtschaftliche Engagement zur Gewinnung einer umweltfreundlicheren Energie als Atomkraft oder Kohle. Jetzt fordert der AKW-Betriebsrat die Schaffung von Rahmenbedingungen für Ersatzinvestitionen – was bedeutet das? Soll der Steuerzahler hier einem Großunternehmen den Weg ebnen? Dass das Aus des AKW völlig überraschend sei, wie von der Vattenfall-Sprecherin Meyer-Bukow laut LL behauptet, klingt weltfremd. Vattenfall hatte Millionen Euro, um sie ins AKW zu pumpen. Jetzt sollte das Unternehmen auch die Mittel für einen Neuanfang aufbringen können.“