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Pressemeldung von 23. Juni 2014

Kreistag verabschiedet erneut Resolution gegen Fracking

Schwarzenbek/Ratzeburg. Auf der Kreistagssitzung am 19. Juni haben Grüne und SPD auf Initiative der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen eine Resolution zum Thema Fracking eingebracht, die auch von den anderen Fraktionen einstimmig mitgetragen wurde. Wesentlicher Passus des Antrags ist ein generelles Verbot von Fracking bei der Förderung von Erdgas und Erdöl in Deutschland. Neu ist die Aufforderung an die Kreisverwaltung, aktiv alle ihr gegenwärtig und zukünftig zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu nutzen, um im Sinne der Resolution tätig zu werden. Der Kreistag unterstützt den Widerspruch der Gemeinden des Amtes Hohe Elbgeest und anderer Kommunen gegen die Erlaubnis zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen im Erlaubnisfeld Schwarzenbek. Weiterhin heißt es, dass oberstes Gebot der Schutz des Grundwassers sei. Der Appell fordert eine Novellierung des Berg- und das Wasserrechts, wobei höchste Umweltstandards und eine bessere Bürgerbeteiligung im Fokus der Novellierung zu stehen hätten.

Klaus Tormählen als Initiator sagt dazu: „Anstatt die letzten Minivorkommen von Gas und Öl mit maximalem Aufwand aus den Tiefen der Erde zu holen, sollten wir den Ausbau regenerativer Energien und Maßnahmen wie Wärmedämmung an Altbauten vorantreiben. Ideal wäre der Betrieb von Blockheizkraftwerken auf der Basis von Wind-Gas." Tormählen weiter: „Wie kann jetzt unsere Aufforderung an die Verwaltung umgesetzt werden, im Sinne dieser Erklärung tätig zu werden? Hier drei Möglichkeiten: Alle Aktivitäten zum Fracking aus dem Ministerium und dem Landesamt für Geologie so schnell wie möglich an die Politik weitergeben. Rechtliche Klärung und Unterstützung bei drohenden Eingriffen mittels Fracking. Das Klimaschutzmanagement und die Umsetzung von Maßnahmen müssen vorangebracht werden.“