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Pressemeldung vom 4. April 2012

Welches Schweinderl hätten’s gern? -
Diskussionsabend über Tiermastbetriebe mit Friedrich Ostendorff, MdB

Hohenfelde/Köthel. Landesweit wachsen immer mehr Tiermastbetriebe in agrar-industrielle Dimensionen hinein und werden fast überall mit Protest in der Bevölkerung begleitet. Eine derartige Haltung wird sowohl für die Tiere, als auch für Menschen und Umwelt vielfach als folgenschwer betrachtet. Auch in und um Köthel bei Trittau schlugen die Wogen wegen der Planung zum Bau einer Schweinemastanlage hoch.

Um die Problematik der Massentierhaltung noch einmal aufzugreifen und unter aktuellen politischen Entwicklungen zu diskutieren, lädt der Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis 10, Dr. Konstantin von Notz, zusammen mit dem Kreisverband Stormarn der Grünen alle Interessierten am 11. April nach Hohenfelde bei Köthel ein. „Wir haben uns für Hohenfelde als Ort der Diskussion entschieden, da sich hier und im Nachbarort Köthel zuletzt ein breiter Widerstand der Bürger gegen die Pläne eines Landwirts aus Trittau gerichtet hat, in der Feldmark zwischen den Orten einen Schweinemastbetrieb zu errichten. Obwohl der Landwirt wegen zu hoher Auflagen zurzeit seine Pläne nicht weiterverfolgt, bleiben Skepsis und eine breite Ablehnung in der Bevölkerung gegen industriell betriebene Tiermast bestehen“, so von Notz. Eingeladen hat er für den Abend Friedrich Ostendorff, den agrarpolitischen Sprecher der grünen Bundestagsfraktion. Der Landwirt aus Nordrhein-Westfalen ist nicht nur als stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Bundestag Experte, sondern kennt als praktizierender Biobauer die Probleme der Massentierhaltung und weiß, dass es anders geht. Ostendorf: „Mit Sorge betrachten wir den Vormarsch der Agrarindustrie im ländlichen Raum. Wir Grüne wollen Bauernhöfe statt Agrarfabriken. Als Bundestagsabgeordneter setze ich mich für artgerechte Tierhaltung und bäuerliche Strukturen ein. Damit diese Agrarfabriken nicht im ländlichen Raum entstehen können, sind eine Änderung des Baugesetzbuches und die Verschärfung der Genehmigungsverfahren notwendig“.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zur Diskussion am 11. April um 19:00 Uhr in den Gasthof Stahmer, Haus 6 in 22946 Hohenfelde an der Hahnheide eingeladen. Angesagt hat sich auch ein Vertreter des Bauernverbandes.