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Leserbrief vom 11. Dezember 2010

Leserbrief zur Titelgeschichte „Schüler dürfen bleiben – Streit ums Geld endlich beendet“ in der Lauenburgischen Landeszeitung vom 9. Dezember

Alle Betroffenen, Schüler, Eltern und Lehrer, sowie alle Fraktionen in den Landtagen von Hamburg und Schleswig-Holstein begrüßen das Gastschulabkommen zwischen den Ländern. Doch gibt es bei so viel Einmütigkeit auch Einvernehmen? Mitnichten! Der CDU-Landtagsabgeordnete Markus Matthießen aus Lauenburg meint, den Grünen eins auswischen zu müssen. Sie könnten „nicht mit Geld umgehen“. Dabei waren es die Grünen in Kiel, die die genauen Kosten für Hamburg und Schleswig-Holstein recherchierten und auf Grund dieser Ermittlung eine Ausgleichszahlung von gut 19 Millionen Euro für den Besuch von Schülern aus Schleswig-Holstein in Hamburg vorschlugen. Wenn jetzt Senator Wersich für Hamburg auf 7 Millionen und eine freie Schulwahl verzichtet, so kann er das gut tun, denn er wird nach der anstehenden Wahl zur Bürgerschaft im Februar kaum die Folgen tragen müssen. Eine Wiederwahl der CDU-Regierung ist wenig wahrscheinlich. Ist das nun ein Zeichen, dass die CDU besser mit Geld umgehen kann? Das neue Gastschulabkommen bringt erst einmal Planungssicherheit für die Familien und Schulen, das ist gut. Das Ziel eines fairen und transparenten finanziellen Ausgleichs für die GastschülerInnen wurde aber verfehlt. Die Grünen haben eine umfassende Lösung verlangt und wollten diese auch reell bezahlen. Sie können nämlich mit Geld umgehen.