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Pressemeldung vom 7. Juni 2010

Lohe-Aktivisten: Sicherung als Landschaftsschutz ist allein Erfolg der Bürger

Wentorf/Wohltorf. Die Lohe gerät wieder in die Schlagzeilen: Der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann hat bei einem Besuch in Wentorf geäußert, dass er sich für eine Übertragung der Lohe in den Besitz der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein einsetzen will. „Besser spät als nie, wir haben die CDU bereits vor zwei Jahren aufgefordert, sich zu diesem Thema zu äußern“, sagen Herwig Kuhlmann für den Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Klaus Tormählen, Mitglied des Kreistages für Bündnis 90/Die Grünen und Dr. Konstantin von Notz, Bundestagsabgeordneter der Grünen. „Die gestiegenen Chancen zur Umwidmung der Eigentumsverhältnisse für die Lohe sind ein Sieg für alle Bürgerinnen und Bürger, die sich vor zwei Jahren für den Erhalt als Naherholungsgebiet eingesetzt haben“, so Klaus Tormählen. Nur durch den Druck der Lohe-Besucher habe sich insbesondere die Gemeinde Wentorf bereit erklärt, der Forderung nach Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet nachzugeben. Damit sei die Lohe für die Bundesimmobilienanstalt (BIMA) als Verkaufsobjekt wertlos geworden.

Wenn jetzt die Möglichkeit zur Übertragung an die Stiftung Naturschutz von Brackmann als verbessert dargestellt werde, so sei das eine Folge des Protests der Bürgerinnen und Bürger  gegen die Verkaufsabsichten der BIMA an Investoren. Herwig Kuhlmann: „Dass der Wunsch zum Verkauf des Geländes keine konstruierte Verunsicherungsstrategie war, wie vielfach von den anderen Parteien in Wentorf dargestellt, ist uns bei einem Besuch der BIMA in Lübeck bestätigt worden. Dort steht bis heute der Verkauf der Lohe ganz oben auf der Agenda. Nur will sie niemand haben.“ Auf Nachfrage von Klaus Tormählen bei der Kreisverwaltung in Ratzeburg geht die Umsetzung der Lohe zum Landschaftsschutz ihren Gang ohne besondere Vorkommnisse.