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Pressemeldung 6. Mai 2010

Grüne Landtagsfraktion: FÖJ nicht kaputtsparen!

Büchen. Zu den Alarmmeldungen des NABU Büchen über die Bedrohung des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) auf Grund der Androhung von Kürzungen durch die Landesregierung sagt die Landtagsabgeordnete und naturschutzfachliche Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, Marlies Fritzen: „Es ist ein bemerkenswertes politisches Signal, dass diese Landesregierung mit dem Sparen ausgerechnet beim Ehrenamt und dann noch im Umweltbereich beginnt. Umwelt und junge engagierte Menschen haben bei ihr - anders als Hoteliers und reiche Erben - eben keine Lobby. Das ist unsozial und nicht nachhaltig."

Die jungen Frauen und Männer im FÖJ würden mit ihrer Arbeit nicht nur unser aller Lebensgrundlage schützen und pflegen. Sie erarbeiteten auch einen echten Mehrwert für die Tourismusbranche in unserem Land. Die Arbeit der FÖJler sei ein wertvoller Beitrag zum Schutz der Natur und sie erbringe gerade auch für die Tourismuswirtschaft im Kreis Herzogtum Lauenburg und im Land einen effektiven Mehrwert. Diese jungen Menschen seien freiwillig und ehrenamtlich für das Gemeinwohl in einer Zeit tätig, in der ansonsten alle Welt den Mangel an Einsatzbereitschaft und Engagement der jungen Generation lauthals beklagt. Für viele sei die FÖJ-Arbeit im Natur- und Umweltschutz der Vorentscheid für ihren späteren Beruf.

Marlies Fritzen: „Wir fordern die Landesregierung nachdrücklich auf, die 150 FÖJ-Plätze im Land dauerhaft finanziell zu sichern, damit Einsatzstellen und BewerberInnen Planungssicherheit bekommen und sich nicht Jahr für Jahr vor allem gegen das Kaputtsparen wehren müssen, statt ihre wertvolle Arbeit machen zu können."