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Pressemeldung vom 6. März 2010

Grüne fragen: „Wie lange lässt sich der Kreistag von der Stiftung noch auf der Nase herumtanzen ?"

Auf der letzten Sitzung des Kreis-Bildung- und Kulturausschusses gab es zum wiederholten Mal lange Gesichter bei den Ausschussmitgliedern: Der Tagesordnungspunkt „Bericht des Stiftungspräsidenten" musste ausfallen, weil der Präsident der Stiftung Herzogtum Lauenburg, Volker Pollehn, kurzfristig absagte. Dies wurde nicht nur deshalb als ärgerlich empfunden, weil der Ausschuss dringend auf den Bericht der jährlich mit 180.000 Euro aus Kreisgeldern bezuschussten Stiftung wartet, sondern weil auch die Sperrvermerke für die übrige Kulturförderung nicht bearbeitet werden konnten. Wegen der Abwesenheit Pollehns wurde dieser Punkt ebenfalls von der Tagesordnung abgesetzt, da zur Klärung der finanziellen Unterstützungen für das Forum Kultur und Umwelt (10.000,00 Euro) und das Künstlerhaus Lauenburg (4.000,00 Euro) die Aussage des Stiftungspräsidenten benötigt wird, ob diese Gelder nicht aus den Transferleistungen des Kreises an die Stiftung erbracht werden können.

Zur kurzfristen Absage Volker Pollehns sagt das Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen im Bildungs- und Kulturausschuss, Burkhard Peters: „Weder Herr Pollehn noch sein Stellvertreter Paul Rossa haben es nötig, zur Verwendung der Kreisgelder einen Bericht zu erstatten. Es ist schon erstaunlich, mit welcher nachhaltigen Penetranz diese Herren den Vertreter/Innen des Kreistags auf der Nase herumtanzen und sich einer kritischen Befragung im Ausschuss entziehen. Man ist dort offenbar der Meinung, völlig abgeschottet von der restlichen Welt sein eigenes Süppchen immer weiterkochen zu können. Ein weiterer Punkt: Nachdem Frau Lang als Geschäftsführerin entnervt das Handtuch geschmissen hat, ist in allen Gremien der Stiftung und in der operativen Geschäftsleitung (insgesamt ca. 25 Personen) nach wie vor nicht eine einzige Frau vertreten. Schon dies allein ist ein unglaublicher Skandal !"

Nach Meinung der Grünen hätte der Stiftungspräsident wenigstens vorab schriftlich Stellung nehmen können. Zudem sei völlig unklar, wer jetzt die Geschäftsführung übernommen hat. Auch auf der Homepage der Stiftung sei davon nichts zu lesen. In der tauche nach wie vor Innenminister Klaus Schlie als Mitglied des Stiftungsrates auf, obwohl er sich dort - vermutlich im Streit über die Verkrustungen in der Stiftung - ebenfalls zurückgezogen hat.