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Pressemeldung 18. April 2009

Kreisgrüne rufen zur Teilnahme am Tschernobyl-Tag auf:
„Krümmel muss abgeschaltet bleiben!“


Geesthacht/Krümmel. Anlässlich der 23. Wiederkehr der Tschernobyl-Katastrophe ruft auch der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen für Sonntag, 26. April 2009, zu der Kundgebung mit Ak-tionen vor dem AKW Krümmel auf. Die Sprecher des Kreisverbandes Bettina Boll und Konstantin von Notz: „Wir unterstützen die Kundgebung mit allen unseren Kräften und rufen die friedliebenden Bürger auf, ein Signal zur Abkehr von der gefährlichen Atomenergie zu setzen. Die trotz Stilllegung mehrerer Atomkraftwerke in Deutschland reibungslos erfolgte Stromversorgung hat gezeigt, dass das AKW Krümmel nicht mehr benötigt wird. Angesichts dieser Tatsache darf das Risiko des Wei-terbetriebs nicht wieder eingegangen werden. Unsere Forderung daher: Aus bleibt aus! Der Tra-fobrand in Krümmel vor knapp zwei Jahren hat gezeigt, dass bei uns kein sicherer Betrieb gewähr-leistet werden kann. Die Ursache des Unfalls wurde nie bekannt gegeben. Trotz der Versicherung durch Vattenfall direkt nach dem Unfall, dass die technischen Voraussetzungen für den Weiterbe-trieb erfüllt seien, hat die Firma, wie kürzlich in einer Anzeige dargestellt, bis heute umfangreiche Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Dies ist ein Eingeständnis für die Irrungen und Wirrungen im Sommer 2007. Es ist daher eine Zumutung für alle im Umkreis des AKW lebenden Menschen, mit dieser Unsicherheit und dem Risiko zu leben.“

Die Grünen weisen darauf hin, dass die Großkundgebung in Krümmel die zentrale Tschernobyl-Veranstaltung in Norddeutschland ist. Das Programm beginnt um 14 Uhr. Ab Frascatiplatz Ham-burg-Bergedorf (Neuer Weg) wird es einen Fahrradkorso nach Krümmel geben, Abfahrt um 12:30 Uhr, ebenso ab Lauenburg, Am Schlüsselteich, um 13 Uhr. Die Museumsbahn fährt von Bergedorf mit Halt in Börnsen und Escheburg um 13 Uhr vom alten Bergedorfer Bahnhof Süd direkt nach Krümmel vor das AKW. Der Ticketpreis für die Hin- und Rückfahrt beträgt 5 Euro, Vorbestellungen sind über das Internet möglich: http://www.contratom.de/main/kontakt/index.php?inhalt=zug.
Weitere Informationen: http://x1000hamburg.de/, http://www.contratom.de/news/special/tschernobyl.php.