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Pressemeldung 23. Januar 2008

Stromwechselkampagne Güster:
Grüne warnen vor undurchsichtigem Vertragsabschluss

Der allgemeine Anstieg der Strompreise wird seit einigen Wochen von der CDU Güster genutzt, die Bürger zu Billiganbietern zu locken. Wie kürzlich bekannt wurde, verhandelt die Partei mit der Firma Flexstrom aus Berlin. Dieser Anbieter fällt gegenüber anderen zwar mit erheblich geringeren Preisen auf, verlangt aber den Kauf fester Pakete und eine Vorausbezahlung.

Dr. Konstantin von Notz, Rechtsanwalt aus Mölln und Mitglied des Kreisvorstandes von Bündnis 90/Die Grünen gibt zu bedenken: „Was die CDU aus Güster in der Presse als Protest und Hilfe gegen die Erhöhung der Strompreise tatsächlich verkauft, ist bisher sehr undurchsichtig geblieben. Jeder neue Kunde bei Flexstrom kann einen Bonus von 25 Euro für den Werber bringen. Fraglich ist, ob dies geschieht und wer das Geld bekommt. Zudem ist der Umstieg nach unseren Recher-chen für die Stromwechsler zu Anbietern mit Vorauskasse ein gefährliches Abenteuer.“ Niemand könne garantieren, dass die mit Dumpingfestpreisen gelockten Kunden nicht plötzlich im Stich ge-lassen werden, sagt v. Notz. Wenn die Preise die vernünftigerweise anzusetzenden Beschaffungs-kosten übersteigen, könne wohl etwas nicht stimmen.

So warne zum Beispiel der Verband der Energieverbraucher vor dem Kauf von Strompaketen und Vorkassemodellen. Im Fall einer Insolvenz sei das Geld weg. Oft arbeite das Modell nach dem Schneeballsystem. Das System könne nur so lange funktionieren, wie neue Kunden mit ihrer Vor-kasse den Strom der Altkunden mitbezahlten oder die Verluste als Kosten der Markteinführung für eine Anlaufphase finanziert würden. Auf Dauer könne dies nicht gelingen.

Klaus Tormählen, energiepolitischer Sprecher der Kreistagsfraktion der Grünen, empfiehlt einen anderen Weg: „Wer heute zu einem Billiganbieter geht, landet auf jeden Fall vorwiegend bei Atom- und Kohlestrom. Gerade wegen der Ergebnisse der neuen Studie zum vermehrten Vorkommen von Leukämiefällen in der Nähe von Atomkraftwerken darf niemand mehr ruhigen Gewissens wei-ter auf Atomstrom setzen. Auf Grund der Klimaschutzproblematik muss auch der Ausstieg aus der Kohle langfristig ins Auge gefasst werden. Zudem ist beim Wechsel zu Billiganbietern nicht immer gewährleistet, von den großen Strom-Konzernen loszukommen. Inzwischen haben die vier Ener-gieriesen Tochterfirmen gegründet, die Strom günstiger anbieten. Niemand kann sagen, wie lange diese Firmen ihr Lock-Angebot aufrecht erhalten. Wir Grüne plädieren zunächst für das Einsparen von Energie. Die günstigste Energie ist die, die nicht verbraucht wird“, sagt Tormählen. Ansonsten machten sich die Grünen für Anbieter regenerativer Energien und Ökostrom stark. Diese verkauf-ten nicht nur umweltverträglich erzeugten Strom, sie förderten auch die Errichtung neuer Energie-quellen auf der Basis von Wind, Wasser und Sonne. Eine Internetadresse zur Information über den Wechsel zu Ökostrom sei http://www.atomausstieg-selber-machen.de/wechsel.

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