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Pressemeldung 19. Februar 2008

Grüne: Armutsproblem muss politisch gelöst werden

Laut Pressemeldungen planen die beiden großen Parteien die Ausschüttung der Kreissparkasse von einer Million Euro in eine Stiftung zu überführen. Die Zinserträge sollten dann bedürftigen Kindern und Jugendlichen zugute kommen, so die Darstellung in der Presse. Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zeigt sich erfreut, dass CDU endlich nach fünf Jahren Ignoranz das Thema Armut bei Kindern ernst nimmt. Die Grünen bemängeln jedoch, dass keine eigene Leistung dahinter steckt. Annedore Granz, Vorsitzende der Fraktion, sagt dazu: „Wir finden es dringend notwendig, dass der Kreis etwas gegen die Armut bei Kindern tut. Doch muss dies politisch geschehen und nicht allein durch die Verteilung von Geschenken. Ganztagsschulen und Kindertagesstätten müssen in die Lage versetzt werden allen Kindern unabhängig ihrer Bedürftigkeit eine warme Mahlzeit anzubieten und die notwendigen Unterrichtsmittel vorzuhalten. Dazu muss den Schulen und Kindergärten Geld zur Verfügung gestellt werden, der Besuch von Kindertagesstätten kostenfrei sein. Eine Stiftung erfordert Bürokratie und Personal, was einen Teil der Gelder bindet. Zudem fließt das Geld, das gerade ausgeschüttet wurde, sofort wieder zurück zur Bank. Die darf dann damit erneut gewinnbringend arbeiten. Jetzt kurz vor der Wahl stellen sich SPD und CDU hin und ergehen sich in Wohltaten nach dem Motto: Man hat den Kuchen selbst nicht gebacken. Das hindert nicht daran, ihn genüsslich zu verteilen. Nicht, dass wir etwas gegen die Hilfe für sozial Schwache, insbesondere Kinder, hätten. Aber die Frage der Armut muss politisch gelöst werden. CDU und SPD tun so, als hätten sie einen Verdienst daran und als wären sie die Wohltäter."