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Pressemeldung 12. März 2008 

Grüne: Kreisverwaltung brüskiert Eltern behinderter Kinder

Geesthacht. Die Hachede-Schule in Geesthacht ist eine Fördereinrichtung für geistig behinderte Kinder. Seit der Erweiterung des Unterrichts zu einer offenen Ganztagsschule gibt es auch ein Nachmittagsangebot. Die Kreisverwaltung weigert sich bis jetzt jedoch, die Kosten für die zusätzliche notwendige Schulbegleitung zu übernehmen. Ihr Argument: Die Schule hat die Nachmittags-Veranstaltungen nicht rechtzeitig angemeldet und darüber hinaus seien sie nicht schulpflichtig. Zudem wolle man, wenn überhaupt, nur für Kinder bedürftiger Eltern bezahlen.

Dazu erklärt Annedore Granz, Fraktionsvorsitzende und jugendpolitische Sprecherin der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen: „Schulveranstaltungen müssen für Eltern kostenfrei bleiben. Es kann nicht sein, dass im Rahmen eines vom Land gestützten Schulangebots Eltern von der Betreuung ihrer nicht selbständigen Kinder ausgegrenzt werden. Nach Auskunft beim Bildungsministerium in Kiel ist es unstrittig, das es sich bei der offenen Ganztagsschule auch nachmittags um eine schulpflichtige Veranstaltung handelt. Diese muss selbstverständlich auch für Kinder mit notwendiger Schulbegleitung offen stehen und damit auch kostenfrei sein. Wir haben kein Verständnis dafür, warum Eltern, die für ihre Kinder einen Antrag auf Schulbegleitung gestellt haben jetzt ein Schreiben bekommen mit der Aufforderung, die Einkommens- und Vermögensverhältnisse offen zu legen."

Nach Informationen der Grünen ist es für die Elternschaft nicht hinnehmbar, dass die Verwaltung erst jetzt etwas prüfen will, das seit mehreren Monaten bekannt ist. Hier müsse so schnell wie möglich zum Nutzen der Kinder reagiert werden. Die Elternschaft empfände dieses Vorgehen als skandalös, umso mehr, da das Bildungsministerium in Kiel die Forderung der Eltern stütze.

Neben dem Betreuungsproblem sind den Grünen weitere Beschwerden der Eltern bekannt geworden. So seien die Kurse im Rahmen der Nachmittagsangebote massiv überbelegt. In einzelnen Kursen sollen bis zu 20 Kinder sein, die von zwei, maximal drei Betreuern begleitet werden. Es fänden trotz der Unterbesetzung auch Exkursionen in den Wald statt. Die Grünen fragen sich, wie hier die Sicherheit der Kinder gewährleistet werden soll, bzw. wie mit dieser knappen Personaldecke die Angebote sinnvoll vermittelt werden können. Die Klassenleitung hätte berichtet, dass das Kollegium durch die Anzahl von Anmeldungen und Kursgrößen am Limit des Leistungsvermögens angekommen sei. Annedore Granz: „Trotz der von den Eltern geschilderten Probleme und Befürchtungen ist bislang niemand der Verantwortlichen des Kreises vorbeigekommen, um sich die Situation nach der Einführung des Ganztagesangebotes konkret anzusehen." Zum Thema Schülerbeförderung hätten mehrere Eltern berichtet, dass die Kinder nur unzureichend betreut werden. So komme es häufig vor, dass ein Kind an der elterlichen Wohnung abgesetzt und nicht gewartet wurde, bis die Eltern es in Empfang nahmen. Die Grünen fordern die Verwaltung auf, den Vorwürfen nachzugehen und das Gespräch möglichst schnell mit Schule zu suchen.

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