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Pressemeldung 6. März 2008

Stellungnahme des Ministeriums zur Lohe
Grüne: Kiel mogelt sich an einer Antwort vorbei

Wentorf/Wohltorf/Kiel. Am Mittwochnachmittag tagte der Umweltausschuss des Landes Schleswig-Holstein. Behandelt wurde auch der Punkt Holzeinschlag in der Lohe. Das Ministerium nahm zu den Vorwürfen der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Stellung. Diese hatte moniert, dass das Land als zukünftiger Eigner trotz einer Abmachung zum Erhalt der Wertigkeit der Ausräumung der Lohe tatenlos zugesehen hätte. Der Umweltminister und sein zuständiger Forstbeamte räumten ein, dass vor Ort möglicherweise ein "Übermaß" an Holzeinschlag stattgefunden habe. Dies sei allerdings unter der Schwelle geschehen, an der sie rechtliche Einschreitungsmöglichkeiten gesehen hätten. Ein Kahlschlag läge nicht vor. Man müsse berücksichtigen, dass vor Ort die "Knickpflege" über Jahre vernachlässigt worden wäre und dass das fragliche Gebiet daher ungewöhnlich licht erscheinen könnte. Zwar wäre laut Waldgesetz die Verkehrssicherungspflicht von Waldwegen nicht zwingend, allerdings müsse bei Wegen mit hohem Aufkommen von Erholungssuchenden dies doch geschehen.

Dazu sagt Klaus Tormählen, Kreistagsabgeordneter der Grünen: „ Das Ministerium mogelt sich an einer Antwort zur Frage der Grünen vorbei. Es ist auf den Zusammenhang der Übergabe als Nationales Naturerbe überhaupt nicht eingegangen. Laut Abkommen zwischen Bundesumweltministerium und Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hätten solche Flächen nicht entwertet werden dürfen. Aus der Lohe sind aber vor der Übergabe Bäume im Wert von schätzungsweise 200.000 Euro entnommen worden. Die vom Ministerium angegebenen Beurteilungen über Kahlschlag, Knickpflege und Verkehrssicherung lenken von der Verpflichtung des Landes ab, die Übergabe der Fläche in einem ordnungsgemäßen Zustand einzufordern. Tatsache ist, dass das Ministerium sich einfach nicht gekümmert hat. Bei meinem Anruf im Januar wusste im Ministerium niemand etwas von dem Holzeinschlag. Nachdem ich darüber informiert habe, passierte nichts."