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Antrag zur Kreistagssitzung am 6.11.03

Perspektiven der Kinderbetreuung

In absehbarer Zeit wird eine Anhörung zu zukünftigen Perspektiven der Kinderbetreuung in Kindertagesstätten, Kindergärten, Krippen und Horten durchgeführt.

Das Amt für Jugend und Familie wird unter Einbeziehung der Gleichstellungs-beauftragten beauftragt, die Anhörung fachlich vorzubereiten. Folgende Themen sollten durch fachkundige Referentinnen und Referenten besetzt werden:

  • Der volkswirtschaftliche Nutzen von Kindertageseinrichtungen
  • Qualitätssicherung in der Kinderbetreuung in Sachen Bildung und Erziehung vor dem Hintergrund der PISA – Ergebnisse
  • Neue Finanzierungsmodelle von Kindertageseinrichtungen
  • Wünsche und Anregungen von Eltern an die Kinderbetreuung
  • Position der Berufsverbände, Gewerkschaften etc.
  • Einbindung und Erwartungen der Kommunen im Kreis an eine zukünftige Kinderbetreuung
  • Erwartung der Träger, Wohlfahrtsverbände etc. 

Begründung

Die aktuellen Kürzungen in der Finanzierung der Kindertagesstätten spielen für die Zukunft der Kinderbetreuung bei Trägern und Eltern eine große Rolle. Aber nicht nur die Aufgabe der Haushaltskonsolidierung, sondern auch die Frage der Qualität im Hinblick auf Bildung, Betreuung und Erziehung stehen im Mittelpunkt.

Kinderbetreuungsangebote, gerade im Bereich von Krippen und im Bereich von Ganztagsbetreuung in den Kindergärten und Grundschulen ermöglichen Frauen und Männern eine berufliche Perspektive.

Für die wirtschaftliche Zukunft des Kreises spielt es eine große Rolle, wie kinder- und familienfreundlich sich der Kreis darstellt und entwickeln will. Eine hohe soziale Lebensqualität ist für Familien und Unternehmen ein wichtiges Kriterium dafür, sich in unseren Kreis anzusiedeln.

Zahlreiche Studien haben herausgefunden, dass den Kosten der Kinderbetreuung ein drei- bis vierfacher Nutzen gegenüber steht. Einfach gesprochen: Für jeden Euro, den der Kreis in Kinderbetreuung investiert, fließen vier Euro zurück. Nicht zu vergessen die Belastung der öffentlichen Haushalte durch die Sozialhilfeleistungen. Denn es ist auch bewiesen, dass mangelnde Betreuungsangebote eine Erwerbsaufnahme, besonders von alleinerziehenden Frauen und Männern, verhindern.

Um hier auch eine Qualitätsoffensive des Kreises mit den Familien und gesellschaftlichen Gruppen zu initiieren, bitten wir um Zustimmung zu unserem Antrag.