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Antrag zur Kreistagssitzung am 19. September 2013

Einführung einer Ehrenamtskarte

Zur Umsetzung des im März beschlossenen Ehrenamtskonzeptes wird  in einem ersten Schritt angestrebt eine Ehrenamtskarte einzuführen.
 
1. Im Kreis Herzogtum Lauenburg wird zum 01.01.2014 eine Ehrenamtskarte eingeführt. Damit soll das gemeinnützige und bürgerschaftliche Handeln von besonderd engagierten Personen in unserem Kreis zugehörigen Vereinen/Organisationen ideell und finanziell gewürdigt werden.
 
2. Die Inhaber einer Ehrenamtskarte erhalten eine finanzielle Ermäßigung (20 % bis 50 %) in kulturellen und touristischen Einrichtungen, Einzelheiten hierzu werden im zuständigen Fachausschuss festgelegt.

3. Es sollen weitere Unterstützer für die Ehrenamtskarte aus dem Einzelhandel und der Gastronomie Herzogtum Lauenburgs gewonnen werden.

4. Der Kreis fordert die Kommunen auf sich an der Ehrenamtskarte zu beteiligen.

5. Für den Erwerb der Ehrenamtskarte sollen die folgenden Kriterien gelten:
- es müssen mindestens 120 Stunden ehrenamtliche Arbeit im Jahr geleistet werden,
- dabei darf die Höhe von 360 € (Hälfte der Ehrenamtspauschale von  720 €) 
   pro Jahr nicht überschritten werden,
- das Mindestalter beträgt 14 Jahre,
- die Erfüllung dieser Kriterien muss vom Vorstand des Vereins/der Organisation bestätigt werden.

6. Die Ehrenamtskarte wird bei der Kreisverwaltung beantragt und dort ausgege-ben.

7. Die Laufzeit der Ehrenamtskarte beträgt zwei Jahre. Sie kann beim Vorliegen der Voraussetzungen verlängert werden.

8. Die Ehrenamtskarte ist nicht übertragbar und nur zusammen mit dem Personal-ausweis oder Reisepass gültig.

Begründung

In zahlreichen deutschen Kommunen gibt es inzwischen einen Ehrenamtspass bzw. -karte (z. B. in Delmenhorst, Oldenburg, Aachen). Damit soll das Ehrenamt gewürdigt und weiter gefördert werden. Im Kreis Herzogtum Lauenburg gibt es zahlreiche Personen, die seit vielen Jahren kontinuierlich ehrenamtlich tätig sind. Ohne ihren Einsatz würde unser Kreis deutlich ärmer aussehen. Die Ehrenamtskarte soll eine Anerkennung für dieses Engagement sein. Er soll ein kleines Dankeschön sein für die jahrelange Hilfe, Unterstützung und Anstrengung der Ehrenamtler unseres Kreises.

Weitere Begründung erfolgt mündlich.

Anmerkung: Die Schleswig-Holsteinische Ehrenamtskarte stellt aus unserer Sicht keine Alternative dar, weil ihr der örtliche Bezug fehlt und ihre Voraussetzungen zu strikt sind. Das dürfte auch der Grund dafür sein, dass sie bisher keine große Akzeptanz im Land erfährt.