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Antrag zum Kreistag am 15. Februar 2018

Steigerung des Solarstroms in Lanken

Der Kreistag möge beschließen: Der Kreis errichtet über den nicht beschatteten Parkplätzen an der Zulassungsstelle (Fachdienst Straßenverkehr) in Elmenhorst/Lanken eine Photovoltaikanlage.

Begründung

Der Kreis hat zwar aktuell kein Klimaschutzkonzept, sollte aber dennoch Maßnahmen ergreifen, die dem Klimaschutz dienen. Dazu gehört der Bau von Photovoltaikanlagen an den dafür geeigneten Plätzen. Eine solche ist der Parkplatz an der KFZ-Zulassungsstelle in Lanken. In seiner Stellungnahme vom 15. Januar 2018 auf unsere Anfrage nach geeigneten Aufstellmöglichkeiten für PV-Anlagen hat der Landrat zwar Bedenken hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit geäußert. Im Rahmen der von Deutschland angestrebten und dem Kreis unterstützten Energiewende (Beschluss des Kreistages in 2011) sowie von Klimaschutzaspekten sollte jede Gelegenheit genutzt werden, regenerative Energien zu nutzen und zu fördern. Eine Anlage auf dem Parkplatz von Lanken wäre eine zusätzliche Quelle für Solarstrom. Wir können nicht erkennen, dass dadurch wie vom Landrat geäußert eine Konkurrenzsituation und eine Verschlechterung der Wirtschaftlichkeit entstehen. Sollte die dort befindliche Ladestation mit der schon vorhandenen Anlage hinreichend versorgt sein, so könnte der neu gewonnene Solarstrom ins Netz eingespeist werden.

Rede von Klaus Tormählen

Gerade gestern ging es wieder durch die Medien: Die Bedrohung durch die Erwärmung der Erde. Der Meeresspiegel würde um mehr als einen halben Meter steigen. Abhilfe kann nur eine Energiewende schaffen. Spärliche Anfänge sind gemacht. Doch reichen diese?

Für die Energiewende sind nicht nur Bund und Land zuständig, auch auf kommunaler Ebene gibt es viele Möglichkeiten dazu. Wir haben das ja auch im Jahr 2011 in einem ge-meinsamen Antrag hier festgelegt. Doch seitdem ist nicht viel passiert. Die Sonne liefert unendlich viel Energie. Doch wir nutzen sie nicht.

Stattdessen verbrennen wir immer noch Kohle und Uran. Nutzen wir also die Möglichkeiten, die wir haben. Außer Photovoltaik auf geeigneten Park-plätzen gibt es viele mehr. Die Mehrheit hier konnte sich im Sommer nicht für ein Voranbringen der Photovoltaik entlang von Autobahnen erwärmen. Sicher gibt es viele Einwände. Doch sollten wir etwas mehr Mut haben und mit kleinen Projekten anfangen.

Vor Ort gewonnener Strom kann hier genutzt werden. Er muss nicht über weite Wege trans-portiert werden und kostet keine Devisen. Das Projekt, das wir hier vorschlagen, ist sicher nur ein kleiner Beitrag zur schadstofffreien Stromgewinnung. Doch eines reiht sich neben das andere.