31. Oktober: Moratorium für Frackingpläne gefordert

Unser Bundestagsabgeordneter wendet sich gegen Pläne von Exxon –
Kreisgrüne schockiert

Zu den geplanten Fracking-Voruntersuchungen in seinem Wahlkreis Herzogtum Lauenburg – Stormarn-Süd erklärt der Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz:
Völlig zu recht sind Verwaltung und die Politik im Kreis Herzogtum Lauenburg über die geplanten Voruntersuchungen im südlichen Kreisgebiet sehr besorgt. Denn das Fracking-Verfahren bedeutet ganz erhebliche Eingriffe für Grundwasser, Böden und Landschaft. Giftige, teils krebserregende Chemikalien bedrohen das Trinkwasser, Unmengen an verschmutztem Abwasser und weiträumig verschandelte Flächen bleiben zurück. Das wird selbst in Unternehmensstudien zugegeben.

Umso problematischer ist, dass die Bundesregierung seit Jahren eine Reform des Bergrechts, das hier einschlägig ist und noch aus dem letzten Jahrhundert stammt, verschläft. So könnte tatsächlich ein solch gravierender Eingriff für unsere Region vorbei an den betroffenen Anwohnern und Gemeinden durchgesetzt werden. Es darf in Deutschland nicht mehr passieren, dass Unternehmen klammheimlich ihre Claims abstecken und umfangreiche Probebohrungen vorbereiten, ohne dass die Öffentlichkeit einbezogen wird und die Möglichkeit zum Widerspruch hat.

Die grüne Bundestagsfraktion fordert daher eine umfassende Bergrechtsreform sowie einmindestens zweijähriges Moratorium für diese wenig erprobte Risikotechnologie. Höchste Umweltstandards sind hierbei strikt einzuhalten und müssen transparent kontrolliert werden. Andere Länder sind da schon viel weiter.

Vor allem aber muss die Energiewende endlich wirklich angegangen werden: Statt mit immer größerem Aufwand und immer negativeren Folgen die letzten fossilen Lagerstätten auszubeuten, braucht es mehr erneuerbare Energien, neue Netze und mehr Energieeffizienz. So sehen die sauberen Energielösungen für das 21. Jahrhundert aus.

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URL:https://archiv.gruene-kv-lauenburg.de/rueckblick/rueckblick-2012/expand/427722/nc/1/dn/1/