Rede Klaus Tormählen Runder Tisch Behinderte am 6. März 2014

An uns sind in den letzten Monaten immer wieder Wünsche bzw. auch Klagen Behinderter herangetragen, die uns aufzeigen, dass eine sachgerechte Unterstützung von Behinderten nicht immer gegeben ist.

Was offenbar ganz besonders fehlt, ist die Möglichkeit für die Betroffenen, mit ihren Belangen und Beschwerden an die richtige Adresse zu gelangen bzw. diese auch durchzusetzen bzw. zu einer zufriedenstellenden Lösung zu kommen.

Mit Sicherheit gibt es Wege zur Verwaltung, die die Betroffenen beschreiten können. Dort erhält man aber nicht immer die gewünschten Antworten. Manche Betroffene sind ängstlich, manche sind in einer gesundheitlichen schwierigen Lage, manchen mangelt es an menschlichem Kontakt und manchmal hat man einfach resigniert.

Wir wollen den Betroffenen anbieten, über ein regelmäßiges Treffen, vielleicht 4 Mal im Jahr, Gehör bei Verwaltung und Politik zu finden. Dabei könnte die Verwaltung die fachliche Kompetenz einbringen, die Politik sollte dafür sorgen, dass die benötigten Hilfen, sofern möglich, auch umgesetzt werden.

Wir haben auch den Eindruck gewonnen, dass es nicht ausreicht, eine einzelne Person als Ansprechpartner zu haben. Die Interessenvertretung sollte breiter aufgestellt sein.

Wir können uns vorstellen, dass aus dem Runden Tisch auch Impulse für die Gesellschaft kommen. Dass das Bewusstsein für Inklusion, also eine vollständige Aufnahme Behinderter in die Gesellschaft, gesteigert werden kann.

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